Abenteuer Job in Südafrika

14.Oktober 2007

“Mein neues Leben XXL”, Sendung vom 14.10.2007, 20:15 auf Kabel1

Familie Schönbach
Ursula (47) und Andreas Schönbach (48) wollen es als Gästehausbetreiber schaffen. Sie haben jung geheiratet, bekamen bald darauf zwei Kinder und wollen nochmal ein Abenteuer wagen. Die beiden erwachsenen Söhne wandern nicht mit aus und bleiben in Deutschland. Bevor sie ihren Traum verwirklichen können müssen die beiden Autos und das Haus verkauft werden.

Es gibt aber noch weitere Hürden. Die Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen für Südafrika liegen noch nicht vor. Für die dringend benötigten Papiere wendet sich Familie Schönbach an eine Anwaltskanzlei vor Ort. Ohne diese Bescheinigungen würde der Traum vom Glück in einem neuen Land ein schnelles Ende finden.

Das 420.000 Euro teure Gästehaus in dem 50km von Kapstadt entfernten Paarl kennen sie auch noch nicht. Darüber hinaus gibt es keine persönliche Übergabe bei der eventuelle Mängel beanstandet werden könnten. Die für die bisherige Besitzerin arbeitenden Angestellten müssen nach südafrikanischem Gesetz übernommen werden.

Neben dem Hauptgebäude gibt es noch ein kleines Haus. Hier ist noch viel Arbeit nötig. Ein Abriss und Neubau wäre billiger als die Renovierung, jedoch steht das Haus unter Denkmalschutz. Die Kosten für die Renovierung würden ca. 70.000 bis 100.000 Euro betragen.

Von der Vorbesitzerin wurde zugesichert, daß das Gästehaus sehr gut läuft und auch schon Buchungen vorliegen. Auf die vermeintlichen Gäste warten die Schönbachs jedoch vergeblich. Dennoch treffen die ersten Buchungen bald telefonisch ein. Als dann die Gäste anreisen zeigt sich gänzlich die gastronomische Unerfahrenheit der bisherigen Hausfrau und dem gelernten Versicherungskaufmann. Die Begrüßung und das Frühstück am nächsten Morgen sind hektisch und unprofessionell.

Auch beim Autokauf setzt Andreas Schönbach eher auf Vertrauen als auf Sicherheit. Er kauft einen Jahreswagen für 24.000 Euro ohne den Wagen vorher gesehen zu haben.

Fazit:
In der Gastronomie ohne Erfahrungen oder eine Ausbildung zu starten ist immer kritisch, egal ob in Deutschland oder anderswo. Zum Glück hat Familie Schönbach anscheinend genug Geld um fehlendes Know-how zu kompensieren. Dieses sollten sie auch in professionelles Personal investieren. Nur fragt man sich, wer würde in Deutschland ein Auto oder ein Haus kaufen ohne es vorher gesehen zu haben?
Rückkehrwahrscheinlichkeit: 60%.

Familie Pfeiffer, Somerset West
Olaf, Kati und Tochter Sina (6) haben ihr Bistro in Deutschland aufgegeben und eröffnen ohne Fleischereierfahrung eine Wurstfabrik, nachdem Sie für Südafrika im Urlaub Feuer gefangen haben. Sie versuchen ihre Wurst an Supermärkte zu verkaufen vor denen Sie auch ihr Glück mit einem Grillstand versuchen.

Zu Beginn reicht das Einkommen gerade einmal die Produktionskosten zu decken. Den Lebensunterhalt bezahlen die Pfeiffers erst einmal mit Erspartem. Nachdem sie mit einen neuen Geschäftspartner für den Vertrieb gefunden haben, ergibt sich die Chance für die Präsentation ihrer Waren bei dem Chefkoch eines 5-Sterne-Hotels. Auch wenn die Wurst äußerst lieblos präsentiert wird, entscheidet der Koch spontan die Fleischspezialitäten mit in sein Angebot aufzunehmen.

Aufgrund der hohen Kriminalitätsrate in Südafrika leben die Pfeiffers in einer gesicherter Wohnanlage mit Mauer und elektrischem Zaun. Darüber ist jedoch Kati Pfeiffer nicht sehr glücklich.

Fazit:
Das ganze Unterfangen sieht erst einmal sehr gewagt aus. Ohne Berufserfahrung und ohne festen Job im Ausland zu starten ist immer riskant. Aber manchmal hilft einem ja auch das Glück weiter.
Rückkehrwahrscheinlichkeit: 50%.

Familie Dohrmann, Kapstadt
Andrea und Pierre haben vor zwei Jahren ein 4-Sterne-Gästehaus in Kapstadt eröffnet und wollen nun den 5. Stern erreichen. Dafür bereiten sie alles notwendige vor um den angekündigten Hoteltester zu überzeugen. Neues Besteck und Geschirr und Walkie-Talkies für das Personal gehören zu ihren Investionen.

Leider fehlen am Ende nur wenige Punkte zum ersehnten 5. Stern den sie aber höchstwahrscheinlich im nächsten Jahr bekommen werden.

Fazit:
Hier scheinen der Spaß an der Arbeit und ein gesunder Menschenverstand nicht verloren gegangen zu sein. Mit Sicherheit wird es Familie Dohrmann noch eine Weile in Südafrika aushalten, vielleicht sogar für immer.
Rückkehrwahrscheinlichkeit: 1%.

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bisher 2 Kommentare Eigenen Kommentar schreiben

  • 1. Reinhold Allgaier  |  16.Oktober 2007 at 20:23

    Habe diese Sendung gesehen, was ich zu Fam . Schönbach zu sagen habe ist folgende Kritik.
    Wenn einen Hund, aber dann gehört er nicht dahin, wo sich Gäste gestört fühlen, ein Hund ist ein Tier, hat natürlich auch seine “Daseinsberechtigung”, aber nicht in Küche, Wohnung, zumindest nicht da wo sich die Gäste befinden.
    Wenn ich sehe wie Fam. Schönbach Ihren Hund überall dabei hat, dann muß ich sagen ein Tierheim betreiben wäre besser für diese Familie. Ein Hund hat bei so einem Unternehmen, als Gästehaus Betreiber im Gästebereich nichts zu suchen, und in Küche und Frühstücksraum gleich zweimal nichts.
    Desweiteren das beschnuppern und hochsteigen an den Gästen ist nicht zu dulden.
    Ich wünschte Fam. Schönbach viel Erfolg, aber der Erfolg wird erst eintreten wenn sich zu Ihrem Vorhaben noch viel ändert.
    mfg. allgaier

  • 2. Barbara Lange  |  21.Oktober 2007 at 23:29

    Hallo lieber Geschäftspartner der Familie Pfeiffer,

    habe die Sendung leider nur zur (2.) Hälfte gesehen, aber wenn du der Mensch bist, den ich mal sehr gut kannte, dann melde dich doch mal. Zumindest an dieser Stelle würde ich mich über einen Kommentar freuen.

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