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Familie Mermi-Schmelz wieder in Brasilien

“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 05.04.2009, 13:05, VOX

Auch beim zweiten Versuch lassen sich Kathrin und Thommy Mermi-Schmelz nicht entmutigen. Sie wollen ihren Traum verwirklichen: Ein Haus und eine eigene Strand-Bar in Brasilien.

Nachdem ihr Visum abgelaufen war, mussten sie zurück nach Deutschland, jetzt sind sie endlich wieder in Canavieras. Dort wartet nicht nur viel Arbeit, sondern auch eine böse Überraschung: Ihr altes Strandrestaurant ist feucht und all ihre deponierten Sachen sind verschimmelt - damit hatten sie schon gerechnet. Doch auch das neue Restaurant hat schon wieder nasse Wände.

Und noch immer wartet die Familie auf die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis für Brasilien. Denn noch sind sie, mal wieder, nur als Touristen im Land.

jetzt kommentieren? 05. April 2009

Canavieiras (Brasilien), Phuket (Thailand), Alicante (Spanien)

“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 13.11.2007, 20:15 - VOX

Familie Mermi-Schmelz geht nach Brasilien
Der Abschied vom Restaurant und den Freunden fällt schwer. Selbst der Verkauf des Autos, ein schöner alter BMW, wird zur Belastungsprobe.

Dagmar und Robin Seitz wandern aus nach Phuket, Thailand
Mit dem Ziel eine Tauchschule aufzubauen verlassen Dagmar und Robin Seitz die Heimat. Trotz der großen Konkurrenz wollen beide diesen großen Schritt wagen.

Familie Graf in Alicante, Spanien
Eike hat seinen Job gekündigt, da er ein besseres Angebot in Aussicht hatte.

Familie Mermi-Schmelz geht nach Brasilien
Im Urlaub haben Kathrin Mermi und Thommy Schmelz den 35.000-Seelen-Ort Canavieiras und die kleine vorgelagerte Insel Atalaia, im brasilianischen Bundesstaat Bahia, kennen gelernt. Und schnell stand fest: Hier möchte die Patchwork-Familie Mermi-Schmelz ein neues Leben beginnen.

Die letzten elf Jahre lang führten sie mit Erfolg ein schwäbisches Restaurant in Kirchheim Unter-Teck bei Stuttgart. Doch jetzt haben sie genug von Spätzle und Knödeln. Vielmehr haben sie Lust auf Sonne, Palmen, Strand und Meer – und Sambarhythmen.

Zu viert wollen sie nach Brasilien auswandern: Kathrin Mermi (39), ihr Lebensgefährte Thommy Schmelz (36), Kathrins Tochter Jessi (12), und Familienfreund Uwe Wehrstedt (41), samt Katze Mausi.

Die ersten Vorbereitungen haben Mermi-Schmelz bereits getroffen: Am 17 Kilometer langen Sandstrand der Insel Atalaia haben sie eine alte Cabana gefunden und angezahlt. Thommy wird hier – wie in Deutschland – als Koch arbeiten. Uwe unterstützt ihn dabei. Kathrin wird sich um den Service und die Gäste kümmern. Und das ist erst der Anfang ihrer großen Pläne unter brasilianischer Sonne.

An Sprachkenntnissen mangelt es den Fast-Brasilianern. Bisher spricht nur Kathrin Portugiesisch, die Landessprache von Brasilien. Und nicht nur das: Keiner der vier hat bisher eine Aufenthaltsgenehmigung für Brasilien. So lange die nicht da ist, muss der Container im deutschen Hafen auf die große Reise warten.

Dennoch, Mermi-Schmelz wollen nicht mehr länger in Deutschland bleiben. Und so heißt es für alle Abschied nehmen – nicht nur von Freunden und Verwandten, sondern auch von all ihren Stammgästen.

Dagmar und Robin Seitz wandern aus nach Phuket, Thailand
Robin Seitz (38) arbeitet im Vertrieb eines großen Druckmaschinenherstellers. Nicht selten hat er einen 14-Stunden-Arbeitstag. Zusammen mit seiner Frau Dagmar (43) führt er außerdem seit 1,5 Jahren in Bochum-Laer ein eigenes Tauchsportgeschäft mit angegliederter Tauchschule. Für das Ehepaar bedeutete das die letzten Jahre sieben Tage die Woche Dauerstress. Doch damit soll nun Schluss sein.

Robin und Dagmar Seitz wandern aus – ihr Ziel: Der Touristenort Phuket in Thailand. Für 40.000,- EUR haben die Seitz dort eine Massagepraxis gekauft, die sie zu einer Tauchschule umbauen. Das Ehepaar hat sich viel vorgenommen: In Phuket reiht sich eine Tauchschule an die nächste, die Konkurrenz ist groß.

Der Abschied aus Deutschland fällt nicht leicht: Sowohl Robin als auch Dagmar lassen Kinder aus erster Ehe zurück. Außerdem muss Familienhund Sid bei Bekannten in Bochum bleiben.

Familie Graf in Alicante, Spanien
Seit einem halben Jahr lebt Familie Graf bereits in Alicante, Spanien. Nach der ersten Eingewöhnung kam der große Schock: Eike hat seinen Job gekündigt, da er ein besseres Angebot in Aussicht hatte. Doch bevor er den neuen Arbeitsvertrag unterschreiben kann, zerplatzt der Traum vom neuen Job.

Dann bekommt Familie Graf vom Vermieter auch noch die Aufforderung, ihre Wohnanlage innerhalb von 14 Tagen zu räumen. Kein Job, keine Wohnung, keine Perspektive. Wenn Eike nicht in den nächsten Wochen eine Anstellung findet, ist der Spanientraum der Familie endgültig ausgeträumt.

In seiner Not will Eike sich nun in ganz Spanien bewerben, auch wenn das die Trennung von seiner Familie bedeuten würde. Dennoch: Eine Rückkehr nach Deutschland schließen beide aus. “Die Welt ist groß, wir werden überall glücklicher sein als in Deutschland”.

bisher 17 Kommentare 14. November 2007

Vorschau “Mein neues Leben XXL” am 21.10.07

Daheim in der Fremde

Rund 145.000 Deutsche verlassen jedes Jahr ihr Heimatland, um ihr Glück in der Fremde zu finden. Einige von ihnen wollen jedoch nicht ganz auf ihre Heimat verzichten und suchen Anschluss zu anderen Deutschen im Ausland.

Stefanie und Gary Starks sind nach Spanien ausgewandert, das Ehepaar Thann zieht es nach Paraguay und Familie Kilian wandert nach Brasilien aus – und alle können oder wollen nicht ganz auf ihr Stück Heimat verzichten.

Familie Starks in Alicante, Spanien

Ebenfalls ein Stück Heimat in der Fremde sucht Familie Starks. Stefanie (43) und Gary (44) wollen mit Tochter Anabell (11) unter spanischer Sonne in Alicante leben und arbeiten. Vor allem den gebürtigen Briten Gary zieht es an die Costa Brava, denn hier leben bereits viele seiner Landsleute.

Der 44-Jährige will sich dort als Handwerker selbstständig machen. Stefanie kann sich mit ihrem neuen aber doch “sehr britischen” Heimatort nur schwer anfreunden. Aus Liebe zu Gary macht sie aber gute Miene zum bösen Spiel.

Nach einem knappen dreiviertel Jahr haben sich die Träume der Starks nicht ganz erfüllt. Gary hat zwar Arbeit, doch nur als vergleichsweise schlecht bezahlter Angestellter. Auch mit ihrer englischen Vermieterin haben sich die Auswanderer überworfen. Sie müssen ausziehen. Stefanie wittert ihre Chance, dem englischen “Ghetto” zu entkommen und vielleicht ins deutsche Viertel von Alicante zu ziehen.

Familie Thann in Paraguay

Das Ehepaar Gunter (48) und Elke (43) Thann wandert nach Paraguay aus - in das Dorf Bella Vista. In dem Südamerikanischen Land wollen sie mit Deutscher Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr mutiger Plan: Elke möchte original thüringische Holzschnitzkunst verkaufen und Gunter will sich als Einwanderungshelfer etablieren. Kein schlechter Plan, denn “Made in Germany” ist hier mitten in Südamerika nichts Ungewöhnliches. Das 6.000-Einwohner Dorf Bella Vista haben Deutsche Auswanderer gegründet, immer noch spricht man hier Deutsch.

Wenn alles noch Plan läuft, wollen die Thanns ein eigenes Gästehaus eröffnen und einen ganzen Themenpark mit deutschen Holzfiguren errichten: Die Gebrüder Grimm sollen dann auch die Paraguayanischen Kinder in ihren Bann ziehen.

Familie Bolik in Puerto Rico

Deutsche Hausmannskost ermöglicht Familie Bolik ein Leben im Paradies. Martina (45) und Michael (48) sind vor dreizehn Jahren mit ihren Kindern Miguel (22) und Julia (21) von Geroldbach bei Erlangen nach Morovis in Puerto Rico ausgewandert. Aus einem heruntergewirtschafteten Autoschrottplatz haben sie ein florierendes Open Air Restaurant gemacht.

Das “Casa Bavaria” ist berühmt bei den Einheimischen. Hier gibt es vor allem deutsche Spezialitäten - Schnitzel, Bratwurst, Sauerkraut, Kartoffelsalat und natürlich gutes Bier locken täglich rund 200 Gäste ins Restaurant.

Darunter sind ärmere Leute, die zu Pferd zum Essen kommen - aber auch die puertoricanische High Society, die mit dem Helikopter einfliegt und auf dem extra dafür gebauten Hubschrauberplatz landet.

Sohn Miguel hat sein Hotelmanagement-Studium abgeschlossen und bereitet sich nun auf die Übernahme des “Casa Bavaria” vor. Michael und Martina hoffen, sich bald aus dem Familien-Unternehmen zurückziehen zu können, um mehr Zeit für ihr Hobby zu haben. Wann immer sie Zeit haben, segeln sie mit ihrem Boot durch die malerischen Buchten von Puerto Rico …

Quelle: kabel1.de

bisher 1 Kommentar 20. Oktober 2007




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