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“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 18.11.2008, 20:15, VOX
Heiko Gasper hat sich zwar im Rheingau einen Namen als Pferdeflüsterer gemacht, trotzdem will er mit seiner Frau Sandra nach Mallorca auswandern.
Denn zu Hause steht er vor dem Aus. Das Grundstück, auf dem seine Pferde seit Jahren stehen, wurde zum Naturschutzgebiet erklärt und muss geräumt werden. Aber Gaspers haben kein Geld, um sich woanders einen neuen Stall zu bauen. Und das Ehepaar hat die Nase voll von der Engstirnigkeit der deutschen Behörden.
Ihr Ziel ist Mallorca, wo sich Heikos Eltern vor 15 Jahren ebenfalls niedergelassen haben. Heiko, Sandra und ihre acht Pferde dürfen in der ersten Zeit bei ihnen wohnen.
Doch die Reise steht unter keinem guten Stern: Heiko hat zusätzliche Ausgaben, ein Pferd wird krank und dann bleibt auch noch der Pferdetransporter mit den Pferden an Bord liegen. Bei den Gaspers liegen die Nerven blank…
18. November 2008
“Mein neues Leben XXL”, Sendung vom 16.11.2008, 20:15, Kabel1
Nach ewigem Hin und Her mit der Bürokratie dürfen Jochen und Kerstin Kotowski nun endlich auf drei Marktplätzen ihre Imbisswagen stellen. Es hätte endlich bergauf gehen können, aber dann der große Schicksalsschlag. Jochen erkleidet einen Schlaganfall.
Seit vier Wochen liegt er im Krankenhaus und die Familie muss um ihre Zukunft bangen. Allein kann Kerstin den Imbiss nicht betreiben, und wann Jochen wieder arbeiten kann, steht noch nicht fest.
Sie müssen jetzt dringend einen Mieter für ihren Imbisswagen finden, damit etwas Geld in die Familienkasse kommt und Kerstin sich eine andere Arbeit suchen kann. Die Kotowskis setzen ihre Hoffnung auf eine andere Auswandererfamilie – die Reupkes.
Mit ihren Kindern Manuel und Vanessa sind Jutta und Wolfgang bereits vor zwei Monaten nach Spanien gegangen. Vielleicht etwas blauäugig - ohne Jobs und ohne Sprachkenntnisse waren die Startbedingungen denkbar schlecht. Schlosser Wolfgang vermietet seinen Anhänger, aber es kommen nur unregelmäßig Aufträge und kaum Geld ins Haus. Kotowskis Imbiss wäre so eine neue Verdienstmöglichkeit, aber erst muss Familie Reupke prüfen, ob sich das Geschäft auch für sie lohnt.
16. November 2008
“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 27.05.2008, 20:15, VOX
Peter und Barbara Bunkus haben sich 2001 über eine Kontaktanzeige kennen- und lieben gelernt. Nun, fast sieben Jahre später, will das zwischenzeitlich verheiratete Paar auf die Urlaubsinsel Mallorca auswandern. Dort will Peter seinen Traum verwirklichen und endlich wieder als Gourmetkoch arbeiten.
Barbara gibt dafür ihren Beruf als Pflegedienstleiterin in einem Seniorenheim auf und will sich als Servicekraft im selben Restaurant versuchen Heute hat Peter seinen letzten Arbeitstag als Koch in einer Essener Großküche.
Eine Urlaubswohnung in Colonia Sant Jordi, im Südwesten Mallorcas, wird fürs erste ihr neues Zuhause. Und damit die beiden am Anfang nicht ganz alleine sind, kommt schon am Tag nach ihrer Anreise Besuch aus Deutschland.
27. Mai 2008
“Mein neues Leben XXL”, Sendung vom 13.01.2008, 20:15, Kabel1
Sonja und Sven Schrick in St. John, New Brunswick, Kanada
Vom Gas-Wasser-Installateur-Meister zum Hilfsarbeiter. Trotzdem finden die beiden schnell ein neues Auto und ein kreditfinanziertes Haus.
Bernharde und Michael Soukop in Banff, Kanada
Nach 5 Jahren in der neuen Heimat beantragen die Soukops die kanadische Staatsbürgerschaft.
Angelika und Frank Ziegler in Empuriabravia, Spanien
Nach anfänglichen Schwierigkeiten etabliert sich Frank als Bootshändler und Angelika hat Aussicht auf einen neuen Job.
Sonja und Sven Schrick in St. John, New Brunswick, Kanada
Sonja (42) und Sven (44) Schrick aus Berlin ziehen nach Kanada in die Kleinstadt St. John im Bezirk New Brunswick. Sonja bekommt einen Job bei der lokalen Zeitung als Layouterin und ist begeistert von ihrem neuen Arbeitgeber. Sven sucht als gelernter Gas-Wasser-Installateur Arbeit bei einem Betrieb in der Nähe. Allerdings wird sein Meisterschein nicht anerkannt. Er bekommt lediglich ein Angebot als Hilfsarbeiter welches er nach kurzer Überlegung annimmt. Acht Euro die Stunde wird Sven bei seiner neuen Arbeitsstelle verdienen.
Nach wenigen Tagen schauen sich die sympatischen Proll-Rocker ein Haus an, welches für umgerechnet 100.000 Euro von einem Makler angeboten wird. Das Kapital steht den beiden nicht zur Verfügung, daher beantragen sie einen Kredit den sie auch schnell bewilligt bekommen. Kurz danach wird bereits der Kaufvertrag unterschrieben. Mehr als 10 Jahre müssen Sonja und Sven nun den Kredit abbezahlen.
Bernharde und Michael Soukop in Banff, Kanada
Bernharde (44) und Michael Soukop (49) haben das geschafft, wovon viele Auswanderer träumen – sie haben in Kanada ein richtiges Zuhause gefunden. Die beiden Ruhpottler leben seit 5 Jahren in Banff mitten in den Rocky Mountains. Die beiden Deutschen betreiben ein kleines Cafe in der Stadt.
Der Laden läuft – was hauptsächlich an den leckeren Gerichten auf der Speisekarte liegt. Schnitzel, Eintöpfe, Burger und Kuchen – der Mix aus Deutscher und Kanadischer Küche kommt an bei den Kanadiern. Bernharde kümmert sich um die Gäste, Michael führt in der Küche die Regie. Nebenbei engagiert sich Michael bei der örtlichen Feuerwehr. Vor allem in den harten Wintermonaten muss der 49Jährige immer öfter den Kochlöffel liegen lassen und zu Einsätzen ausrücken.
Auch Bernharde hat eine neue Geldquelle entdeckt. Die 44-jährige will als Tourguide Touristen durch die verschneiten Berge der Rocky Mountains führen - mit Snowmobiles. Der einzige Haken an der Sache: Bernharde ist noch nie mit so einem PS-Monster gefahren. Prompt hat sie bei der ersten Probefahrt einen Unfall, bleibt dabei jedoch zum Glück unverletzt. Trotz dieses kleinen Faux-Pas bekommt Bernharde den Job.
Nach mittlerweile 5 Jahren in Kanada bewerben sich beide für die s.g. Citizin Ship, die kanadische Staatsbürgerschaft. Als etablierte und respektierte Mitglieder der Gemeinde haben sie für den Test gute Chancen auf Erfolg.
Angelika und Frank Ziegler in Empuriabravia, Spanien
Das schwäbische Ehepaar lebt mit dem lebt mit Sohn Kevin (17) in Empuriabravia, Spanien. Nach anfänglichen Schwierigkeiten etabliert sich Frank als Bootshändler. Die Geschäfte laufen gut, somit zieht er mit Frau Angelika in ein neues Haus mit eigenem Bootsanlegeplatz. Das alte Haus behalten die Zieglers und vermieten es an Touristen.
Angelika sucht nach 1,5 Jahren als Putzfrau nun einen Job als Bürogehilfin. Da sie trotz der langen Zeit in Spanien immer noch sehr schlechte Sprachkenntnisse hat, stellt sich die Job-Suche als schwierig heraus.
13. Januar 2008
“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 18.12.2007, 20:15 - VOX
Fabio und Jörg Klein auf Gran Canaria
Das Schwulenpärchen will einen Friörsalon auf der Insel eröffnen. Werden die Beiden bald ihre ersten goldenen Momente erleben?
Axel Opper in Kanada
Der Aufbau der Ferienanlage geht nur schleppend voran. Der sympathische Axel lässt sich dadurch nicht die Laune verderben.
Familie Hornfischer will nach Alaska
Von Freunden aus Deutschland finanziert beginnen die Hardcore-Christen ein Praktikum in einer Gemeinde im “bible belt”.
Fabio und Jörg Klein auf Gran Canaria
Das Ehepaar Klein wanderte nach Gran Canaria aus. Der 33-jährige Fabio, gelernter Hotelfachmann und Nageldesigner und der 37-jährige Frisörmeister Jörg betrieben im 9.000-Seelen-Örtchen Wissen, im Landkreis Altenkirchen in der Rheinland-Pfalz gemeinsam einen Frisörsalon mit integriertem Nagelstudio. Sie hatten die Engstirnigkeit des konservativen Dörfchens endgültig satt und erhoffen sich neben einem Aufschwung für ihr Geschäft vor allem ein freies Leben in einer toleranten Umgebung - in der spanischen Touristenhochburg Playa del Ingles.
Zwei Monate leben sie jetzt schon auf Gran Canaria - und Deutschland ist ziemlich weit weg. Der Strand hat die beiden selten gesehen, denn “das Geschäft” stand und steht für Jörg und Fabio immer an allererster Stelle. Sie haben nervenaufreibende Zeiten erlebt: Der Container kam Wochen zu spät, in ihrem Salon “Golden Moments” stockte zeitweise die Arbeit und dann mussten sie um das zittern, was für auch einen Friseurladen nun mal unabdingbar ist: Wasser!
Schon jetzt ist klar: Kleins müssen länger und härter arbeiten für das Leben, das sie sie sich auf Gran Canaria erhoffen. Dann endlich mit drei Wochen Verspätung - die glanzvolle Eröffnung des “Golden Moments”! Nicht nur die schwule Gemeinde Gran Canarias wartet gespannt auf das Ereignis der Saison. Nur: Noch immer fließt kein Wasser! Jörg und Fabio Klein sind verzweifelt.
Axel Opper in Kanada
Mit großen Plänen war der 40-jährige Axel Opper nach Kanada ausgewandert, um dort ein Abenteuer-Camp für deutsche Touristen aufzubauen. Doch auf den ersten Blick ist seitdem auf der Baustelle am Dean River im Bundesstaat British Columbia nicht viel passiert.
Hat der Deutsche den Aufwand einfach unterschätzt? Die Fundamente der 12 Gästehäuser sollten längst stehen. Doch stattdessen mauert Axel Opper immer noch mit einem Freund die Mauer für eine Lagerhalle - und in wenigen Tagen bricht der Winter ein.
Ob sich der Investor des Projektes, der immerhin rund 300.000,- EUR in das Abendteuercamp gesteckt hat, Axels Trödelei noch lange anschauen wird?
Familie Hornfischer will nach Alaska
Ausgerechnet Alaska! Schon als Kind träumte Silke Hornfischer von einem Leben in den USA. Mit ihrem Mann Martin arbeitet Silke als Gemeindepädagogin bei einem christlichen Verein in dem kleinen Ort Seelow in Ostdeutschland. Die kirchliche Arbeit steht für die Hornfischers, die mit ihrem zweijährigen Sohn Finn auswandern wollen, im Vordergrund. Sowohl für Silke als auch für Martin steht fest, dass Gott ihnen die Tür in die USA geöffnet hat.
Der Weg nach Alaska führt allerdings über Virginia - dort werden Silke und Martin ein einjähriges, unentgeltliches Praktikum bei einer Kirchengemeinde absolvieren. Für die junge Familie soll dies der Prüfstein sein.
Das Jahr in Virginia kann die Familie nur mit der Unterstützung aus Deutschland überstehen. Freunde und Verwandte spenden jeden Monat Geld, damit sie ihren Traum auch leben können. Doch bereits vor der Abreise zeichnet sich ab, dass das Geld vermutlich nicht reichen wird.
19. Dezember 2007
“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 11.12.2007, 20:15 - VOX
Fabio und Jörg Klein leben auf Gran Canaria
Werden Sie den Neustart in der Fremde mit dem Frisörsalon auf Dauer schaffen?
Familie Schütz zieht es in die USA
Ohne Sprachkenntnisse und Arbeitserlaubnis wagt der 30-jährige Michael ein neues Leben als Tennistrainer.
Gabriele Altenbrand und Jörg Rothweiler in der Toskana
Als Betreuer eines Seminarhauses haben bei viel Zeit für die geliebten Pferde. Wird das Glück von Dauer sein?
Fabio und Jörg Klein auf Gran Canaria
Das Ehepaar Klein wanderte nach Gran Canaria aus. Der 33-jährige Fabio, gelernter Hotelfachmann und Nageldesigner und der 37-jährige Frisörmeister Jörg betrieben im 9.000-Seelen-Örtchen Wissen, im Landkreis Altenkirchen in der Rheinland-Pfalz gemeinsam einen Frisörsalon mit integriertem Nagelstudio. Sie hatten die Engstirnigkeit des konservativen Dörfchens endgültig satt und erhoffen sich neben einem Aufschwung für ihr Geschäft vor allem ein freies Leben in einer toleranten Umgebung - in der spanischen Touristenhochburg Playa del Ingles.
Zwei Monate leben sie jetzt schon auf Gran Canaria - und Deutschland ist ziemlich weit weg. Der Strand hat die beiden selten gesehen, denn “das Geschäft” stand und steht für Jörg und Fabio immer an allererster Stelle.
Sie haben nervenaufreibende Zeiten erlebt: Der Container kam Wochen zu spät, in ihrem Salon “Golden Moments” stockte zeitweise die Arbeit und dann mussten sie um das zittern, was auch für einen Friseurladen nun mal unabdingbar ist: Wasser!
Schon jetzt ist klar: Kleins müssen länger und härter arbeiten für das Leben, das sie sie sich auf Gran Canaria erhoffen.
Familie Schütz zieht es in die USA
Seit der 30-jährige Michael ein Austauschjahr in Amerika verbracht hat, hält ihn nichts mehr in Deutschland. Seine Frau Winnie, die in Deutschland als Tennistrainerin arbeitet, möchte ihn ins Land der unbegrenzten Möglichkeiten begleiten. Geheiratet haben beide, ganz und gar amerikanisch, in der Spielerstadt Las Vegas. Michael ist Abteilungsleiter im Bereich Technical Service in einem großen Unternehmen…und hat Glück: Seine Firma versetzt ihn in die USA!
Ganze drei Wochen haben die beiden nun Zeit, ihr altes Leben in Deutschland aufzugeben und sich auf das neue vorzubereiten. Nur 20 Kartons mit dem Nötigsten nehmen die Schütz mit, der Rest inklusive Meerschweinchen muss zurückbleiben. Die Möbel wollen sie verkaufen, doch niemand zeigt Interesse.
Ein viel größeres Problem ist jedoch: Winnie hat keine Arbeitserlaubnis und außerdem werden Tennislehrer in den USA nicht wirklich gesucht. Vor allem nicht solche, die kaum Englisch sprechen.
Gabriele Altenbrand und Jörg Rothweiler in der Toskana
Gabriele Altenbrand (42) und Jörg Rothweiler (35) aus Weingarten bei Karlsruhe lieben ihre beiden Pferde über alles. Schon lange war es ihr sehnlichster Wunsch, ganz nah bei ihnen leben zu können. Diesen Traum verwirklicht sich das Pärchen jetzt in der Toskana, im idyllischen Castelnuovo, 50 km südlich von Pisa.
Um mit ihren Pferden leben zu können, tauschten sie ihre Jobs als Angestellter eines Finanzdienstleiters und als Seminarorganisatorin ein gegen die Verwaltung eines Seminarhauses. Beide verdienten gut und wohnten in einer über 100 m² großen Wohnung. Ihr neues Zuhause misst gerade mal 16 m². Es ist das Nebengebäude des eigentlichen Seminarhauses, der “Villa Campo al Sole”. Das Haus ist ein altes typisch toskanisches Anwesen, das von seiner Besitzerin, der deutschen Sigrid Stübel vor 20 Jahren zu einem Seminarhaus umgebaut wurde. Es liegt auf einem sieben Hektar großen Gelände voller Pinien- und Olivenbäume - ein Paradies für die beiden Pferde von Gaby und Jörg.
Die beiden dagegen werden sich in Zukunft etwas einschränken müssen. Denn sie verschlechtern sich nicht nur finanziell erheblich, sondern auch räumlich. Knapp 20 m² groß ist ihr privater Bereich, ein Zimmer mit Bad, aber ohne Heizung.
Jetzt haben Gabriele und Jörg die erste Saison in Italien hinter sich, aber es ist nicht alles so gelaufen, wie geplant. Noch immer gibt es Sprachprobleme, obwohl ein italienischer Freund ihnen regelmäßig Nachhilfestunden gibt. Auch ihr Traumhaus haben sie noch nicht gefunden. Die beiden haben die Immobilienpreise in der Toskana unterschätzt. Jetzt überlegen sie, ob sie ihre Zelte wieder abbrechen sollen.
12. Dezember 2007
“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 13.11.2007, 20:15 - VOX
Familie Mermi-Schmelz geht nach Brasilien
Der Abschied vom Restaurant und den Freunden fällt schwer. Selbst der Verkauf des Autos, ein schöner alter BMW, wird zur Belastungsprobe.
Dagmar und Robin Seitz wandern aus nach Phuket, Thailand
Mit dem Ziel eine Tauchschule aufzubauen verlassen Dagmar und Robin Seitz die Heimat. Trotz der großen Konkurrenz wollen beide diesen großen Schritt wagen.
Familie Graf in Alicante, Spanien
Eike hat seinen Job gekündigt, da er ein besseres Angebot in Aussicht hatte.
Familie Mermi-Schmelz geht nach Brasilien
Im Urlaub haben Kathrin Mermi und Thommy Schmelz den 35.000-Seelen-Ort Canavieiras und die kleine vorgelagerte Insel Atalaia, im brasilianischen Bundesstaat Bahia, kennen gelernt. Und schnell stand fest: Hier möchte die Patchwork-Familie Mermi-Schmelz ein neues Leben beginnen.
Die letzten elf Jahre lang führten sie mit Erfolg ein schwäbisches Restaurant in Kirchheim Unter-Teck bei Stuttgart. Doch jetzt haben sie genug von Spätzle und Knödeln. Vielmehr haben sie Lust auf Sonne, Palmen, Strand und Meer – und Sambarhythmen.
Zu viert wollen sie nach Brasilien auswandern: Kathrin Mermi (39), ihr Lebensgefährte Thommy Schmelz (36), Kathrins Tochter Jessi (12), und Familienfreund Uwe Wehrstedt (41), samt Katze Mausi.
Die ersten Vorbereitungen haben Mermi-Schmelz bereits getroffen: Am 17 Kilometer langen Sandstrand der Insel Atalaia haben sie eine alte Cabana gefunden und angezahlt. Thommy wird hier – wie in Deutschland – als Koch arbeiten. Uwe unterstützt ihn dabei. Kathrin wird sich um den Service und die Gäste kümmern. Und das ist erst der Anfang ihrer großen Pläne unter brasilianischer Sonne.
An Sprachkenntnissen mangelt es den Fast-Brasilianern. Bisher spricht nur Kathrin Portugiesisch, die Landessprache von Brasilien. Und nicht nur das: Keiner der vier hat bisher eine Aufenthaltsgenehmigung für Brasilien. So lange die nicht da ist, muss der Container im deutschen Hafen auf die große Reise warten.
Dennoch, Mermi-Schmelz wollen nicht mehr länger in Deutschland bleiben. Und so heißt es für alle Abschied nehmen – nicht nur von Freunden und Verwandten, sondern auch von all ihren Stammgästen.
Dagmar und Robin Seitz wandern aus nach Phuket, Thailand
Robin Seitz (38) arbeitet im Vertrieb eines großen Druckmaschinenherstellers. Nicht selten hat er einen 14-Stunden-Arbeitstag. Zusammen mit seiner Frau Dagmar (43) führt er außerdem seit 1,5 Jahren in Bochum-Laer ein eigenes Tauchsportgeschäft mit angegliederter Tauchschule. Für das Ehepaar bedeutete das die letzten Jahre sieben Tage die Woche Dauerstress. Doch damit soll nun Schluss sein.
Robin und Dagmar Seitz wandern aus – ihr Ziel: Der Touristenort Phuket in Thailand. Für 40.000,- EUR haben die Seitz dort eine Massagepraxis gekauft, die sie zu einer Tauchschule umbauen. Das Ehepaar hat sich viel vorgenommen: In Phuket reiht sich eine Tauchschule an die nächste, die Konkurrenz ist groß.
Der Abschied aus Deutschland fällt nicht leicht: Sowohl Robin als auch Dagmar lassen Kinder aus erster Ehe zurück. Außerdem muss Familienhund Sid bei Bekannten in Bochum bleiben.
Familie Graf in Alicante, Spanien
Seit einem halben Jahr lebt Familie Graf bereits in Alicante, Spanien. Nach der ersten Eingewöhnung kam der große Schock: Eike hat seinen Job gekündigt, da er ein besseres Angebot in Aussicht hatte. Doch bevor er den neuen Arbeitsvertrag unterschreiben kann, zerplatzt der Traum vom neuen Job.
Dann bekommt Familie Graf vom Vermieter auch noch die Aufforderung, ihre Wohnanlage innerhalb von 14 Tagen zu räumen. Kein Job, keine Wohnung, keine Perspektive. Wenn Eike nicht in den nächsten Wochen eine Anstellung findet, ist der Spanientraum der Familie endgültig ausgeträumt.
In seiner Not will Eike sich nun in ganz Spanien bewerben, auch wenn das die Trennung von seiner Familie bedeuten würde. Dennoch: Eine Rückkehr nach Deutschland schließen beide aus. “Die Welt ist groß, wir werden überall glücklicher sein als in Deutschland”.
14. November 2007
“Mein neues Leben XXL”, Sendung vom 21.10.2007, 20:15 auf Kabel1
Familie Starks
muss nach nur 6 Monaten ihre Wohnung in Alicante, Spanien aufgeben.
Familie Bolik-Lopez
hat ein gut laufendes Restaurant in Puerto Rico und will die Geschäftsführung an Sohn Michael übergeben.
Familie Starks in Alicante, Spanien
Familie Starks muss nach nur 6 Monaten ihre Wohnung in einer englischen Siedlung aufgeben. Die Vermieterin hat sie kurzfristig darüber informiert. Zum Glück finden sie schnell ein neues Haus, ebenfalls in der englischen Enklave. Die Übergangszeit von einer Woche bis zum Auszug der Vormieter verbringen sie einem Ferienapartment welches ihnen kostenlos von ihrer neuen Vermieterin zur Verfügung gestellt wird.
Sowohl Stefanie (43) als auch Gary (44) haben mittlerweile einen Job gefunden. Gary arbeitet nund fest angestellt bei einer Baufirma, Stefanie hat eine Anstellung in einer Versicherungsfirma gefunden. Finanziell stehen sie nun sogar besser als in Deutschland da.
Aufgrund ihrer Wohnlage und den Jobs bei denen beide Englisch reden können haben Gary und Stefanie bisher kaum Kontakt zu Spaniern. Somit lassen ihre Spanischkenntnisse auch noch zu wünschen übrig.
Fazit: Ohne gute bis sehr gute Sprachkenntnisse des gewählten Landes wird es auf Dauer schwer wirklich unabhängig zu sein und einheimische Freunde zu finden.
Familie Bolik-Lopez in Puerto Rico
Martina (45) und Michael “Mike” Bolik-Lopez (48) haben seit 11 Jahren ein bayerisches Open Air Restaurant in Landesinneren von Puerto Rico. Sohn Michael (22) soll nur die Geschäftsführung des gut laufenden Restaurants übernehmen damit der Vater nach vielen Jahren harter Arbeit mehr Zeit fürs Segeln hat.
Zum Jubiläum des Restaurants wird eine Oktoberfestparty mit mehrere hundert Gästen gefeiert. Die erste Bewährungsprobe für Sohn Michael die er als gelernter Hotelmanager gut meistert.
Der Vater von Mike ist gebürtiger Puerto Ricaner und hat als US-Armist in Deutschland gelebt wo auch Mike aufgewachsen ist. Nach vielen Jahren hat sich Mike auf die Suche nach seinem Vater gemacht und ihn auch wiedergefunden.
Tocher Julia (21) studiert in der Hauptstadt und lebt aufgrund der hohen Kriminalitätsrate in einem gesichertem Hochhaus. Sie will nach dem Studium zurück nach Deutschland.
Fazit: Die Familie ist akzeptiert und beliebt in Puerto Rico. Da beide auch perfekt Spanisch sprechen und sich den Gepflogenheiten vor Ort angepasst haben sind sie zu Recht erfolgreich und glücklich in der neuen Heimat.
22. Oktober 2007
Daheim in der Fremde
Rund 145.000 Deutsche verlassen jedes Jahr ihr Heimatland, um ihr Glück in der Fremde zu finden. Einige von ihnen wollen jedoch nicht ganz auf ihre Heimat verzichten und suchen Anschluss zu anderen Deutschen im Ausland.
Stefanie und Gary Starks sind nach Spanien ausgewandert, das Ehepaar Thann zieht es nach Paraguay und Familie Kilian wandert nach Brasilien aus – und alle können oder wollen nicht ganz auf ihr Stück Heimat verzichten.
Familie Starks in Alicante, Spanien
Ebenfalls ein Stück Heimat in der Fremde sucht Familie Starks. Stefanie (43) und Gary (44) wollen mit Tochter Anabell (11) unter spanischer Sonne in Alicante leben und arbeiten. Vor allem den gebürtigen Briten Gary zieht es an die Costa Brava, denn hier leben bereits viele seiner Landsleute.
Der 44-Jährige will sich dort als Handwerker selbstständig machen. Stefanie kann sich mit ihrem neuen aber doch “sehr britischen” Heimatort nur schwer anfreunden. Aus Liebe zu Gary macht sie aber gute Miene zum bösen Spiel.
Nach einem knappen dreiviertel Jahr haben sich die Träume der Starks nicht ganz erfüllt. Gary hat zwar Arbeit, doch nur als vergleichsweise schlecht bezahlter Angestellter. Auch mit ihrer englischen Vermieterin haben sich die Auswanderer überworfen. Sie müssen ausziehen. Stefanie wittert ihre Chance, dem englischen “Ghetto” zu entkommen und vielleicht ins deutsche Viertel von Alicante zu ziehen.
Familie Thann in Paraguay
Das Ehepaar Gunter (48) und Elke (43) Thann wandert nach Paraguay aus - in das Dorf Bella Vista. In dem Südamerikanischen Land wollen sie mit Deutscher Kultur ihren Lebensunterhalt verdienen. Ihr mutiger Plan: Elke möchte original thüringische Holzschnitzkunst verkaufen und Gunter will sich als Einwanderungshelfer etablieren. Kein schlechter Plan, denn “Made in Germany” ist hier mitten in Südamerika nichts Ungewöhnliches. Das 6.000-Einwohner Dorf Bella Vista haben Deutsche Auswanderer gegründet, immer noch spricht man hier Deutsch.
Wenn alles noch Plan läuft, wollen die Thanns ein eigenes Gästehaus eröffnen und einen ganzen Themenpark mit deutschen Holzfiguren errichten: Die Gebrüder Grimm sollen dann auch die Paraguayanischen Kinder in ihren Bann ziehen.
Familie Bolik in Puerto Rico
Deutsche Hausmannskost ermöglicht Familie Bolik ein Leben im Paradies. Martina (45) und Michael (48) sind vor dreizehn Jahren mit ihren Kindern Miguel (22) und Julia (21) von Geroldbach bei Erlangen nach Morovis in Puerto Rico ausgewandert. Aus einem heruntergewirtschafteten Autoschrottplatz haben sie ein florierendes Open Air Restaurant gemacht.
Das “Casa Bavaria” ist berühmt bei den Einheimischen. Hier gibt es vor allem deutsche Spezialitäten - Schnitzel, Bratwurst, Sauerkraut, Kartoffelsalat und natürlich gutes Bier locken täglich rund 200 Gäste ins Restaurant.
Darunter sind ärmere Leute, die zu Pferd zum Essen kommen - aber auch die puertoricanische High Society, die mit dem Helikopter einfliegt und auf dem extra dafür gebauten Hubschrauberplatz landet.
Sohn Miguel hat sein Hotelmanagement-Studium abgeschlossen und bereitet sich nun auf die Übernahme des “Casa Bavaria” vor. Michael und Martina hoffen, sich bald aus dem Familien-Unternehmen zurückziehen zu können, um mehr Zeit für ihr Hobby zu haben. Wann immer sie Zeit haben, segeln sie mit ihrem Boot durch die malerischen Buchten von Puerto Rico …
Quelle: kabel1.de
20. Oktober 2007
“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 16.10.2007, 20:15, VOX
Sonja Körfer und Alexander Berg in Tansania
Bereits seit langer Zeit träumen die Kölner Sonja Körfer (31) und Alexander Berg (38) von einem Leben im Ausland. Nun haben sie sich diesen Traum mit einem Sport- und Beach-Resort in Tansania erfüllt.
Sie kauften sich mit dem Teil eines 100.000 Euro Kredites ein knapp 50.000 qm großes Grundstück in Pangani am Indischen Ozean. Mit dem Verdienst durch zwischenzeitliche Jobs in Deutschland konnten sie bereits ein kleines Backpackerhotel mit Restaurant, Beachbar, Tauch- und Surfstation aufbauen welches nun ausgebaut werden soll. Ihre Gäste schlafen zurzeit für 45 Euro am Tag noch in Hauszelten, geplant sind drei Bungalows mit eigenem Bad bis Ende des Jahres fertig zu stellen.
Aktuell haben die beiden 16 Angestellte für den Sportbereich und zum Betrieb des Anwesens. Das klingt viel, ist aber bei Tageslöhnen von einem Euro in Tansania - einem der ärmsten Länder der Welt - bezahlbar. Der Strom für die Haushaltsgeräte und Beleuchtung kommt von einem Diesel-Generator der allerdings aus Kostengründen nur ein paar Stunden am Tag betrieben wird. Auf den Anschluß an das örtliche Stromnetz warten die beiden bereits seit vier Jahren!
Um die Anlage nachts zu beschützen, haben Sonja und Alexander Massai als “Nachtwächter” angestellt. Diese sollen gegen Wildschweine und Strandkrabben vorgehen damit diese den Gästen nicht zu nahe kommen.
Fazit:
Die beiden werden mit ihrer positiven Grundeinstellung und der Spaß an der Arbeit überall auf der Welt erfolgreich sein. Dazu noch eine harmonische Beziehung als Basis in schweren Zeiten - fertig sind die perfekten Auswanderer. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 1%.
Jutta und Horst Appelius auf Mallorca
Nach bereits drei Monaten reist Horst Appelius, der vierte Eheman von Jutta Appelius, wieder zurück nach Deutschland. Damit sind die 6-jährige Ehe und der Traum vom gemeinsamen Glück auf Mallorca zu Ende. Horst (50) zieht zuerst wieder in das Haus seiner Mutter in Langwedel bei Bremen. Trotz dieses vermeintlichen Rückschlags ist er guter Dinge und freut sich auf Freunde und Familie.
Noch-Gattin Jutta (50) stürzt sich in die Arbeit als Immobilien-Maklerin und muss schließlich doch die schöne Finca mit Pool aufgeben die sie mit Horst bewohnt hatte. Die 1.600 Euro Miete im Monat waren für sie allein einfach zu viel. Sie zieht in eine neue Finca für 700 Euro im Monat, nimmt einen Herrenlosen Hund auf und schaut laut eigener Aussage positiv in die Zukunft.
Fazit:
Horst ist sicher nicht ohne Grund der bereits vierte Ehemann von Jutta und bei seiner Mutter im Keller wahrscheinlich noch besser aufgehoben. Rückkehrwahrscheinlichkeit Jutta: 40%.
Familie Reimann in Texas
Große Party am Mosslake in Texas bei Familie Reimann! Gefeiert wird der Highschoolabschluss der 19-Jährigen Janina. Nach den Sommerferien wird sie aufs College gehen. Für ihre Tochter dekoriert die stolze Mutter Manuela die Hafenkneipe und einige Freunde legen weite Strecken zurück um zu gratulieren. In Deutschland wäre das sicher ein Grund sich mal gepflegt die Kante zu geben, jedoch ist dies aufgrund der Gesetze in den USA erst ab 21 offiziell erlaubt.
Konny ist derweil in seinem Element und probiert verschiedenste Wasserski-Alternativen mit Surfbrettern und Kanus auf dem hauseigenen See aus.
Fazit:
Die Reimanns so wie wir sie kennen und lieben. Wer positiv denkt und gerne und viel arbeitet kann so sein Glück im Ausland finden. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 0%.
Familie Anderer-Burhenne
In Tönsberg, Norwegen steht der 42-jährige Thorsten Burhenne vor einer Bewährungsprobe: sein erster Arbeitstag in der neuen Firma steht an. Hier hatte sich der Elektroinstallateur auf eigene Faust beworben und schneller als erwartet eine feste Stelle gefunden - für Thorsten Burhenne ein Glücksfall. In Deutschland war er oft genug Opfer von Sanierungsmaßnahmen und Firmenpleiten. Mit der Zusage des neuen Chefs stand deshalb für ihn fest: Seine Zukunft heißt Norwegen.
Deutsche Facharbeiter wie Thorsten Burhenne sind heiß begehrt im Land der Fjorde. Er verdient mit 22 Euro pro Stunde mehr als das Doppelte im Vergleich zu Deutschland. Da er bereits etwas Norwegisch spricht findet er schnell in den neuen Job und hat viel Spaß an der neuen Arbeit.
Damit wird sich nicht nur für ihn, sondern auch für seine Frau Anne Anderer-Burhenne das Leben entscheidend ändern: Während ihr Mann ein neues Zuhause in Norwegen sucht, heißt es für die Altenpflegerin: Ausmisten, wegwerfen, kündigen, Koffer packen, Abschied nehmen. Vor allem für ihren Sohn Marvin (14), der unter Konzentrationsproblemen leidet, wünscht sie sich ein besseres Leben. Drei Kinder aus erster Ehe und die Enkelkinder bleiben in Deutschland. In Norwegen hat Anne noch keinen Job.
Ein Problem gibt es bereits gleich zu Beginn: Miete, Kaution, Papiere und der Umzug brauchen die gesamten Ersparnisse auf.
Fazit:
Er hat einen Job mit dem er glücklich ist, sie wird zuerst einmal arbeitslos sein. Das ist schon in der Heimat schwer, im Ausland wird es umso schwieriger. Ohne Sozialkontakte die man zu Beginn fast immer über die Arbeit findet wird der Anfang für Anne sicher zur Bewährungsprobe. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 30%.
16. Oktober 2007