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Norwegen, Tansania, Texas und Mallorca

“Goodbye Deutschland”, Sendung vom 16.10.2007, 20:15, VOX

Sonja Körfer und Alexander Berg in Tansania
Bereits seit langer Zeit träumen die Kölner Sonja Körfer (31) und Alexander Berg (38) von einem Leben im Ausland. Nun haben sie sich diesen Traum mit einem Sport- und Beach-Resort in Tansania erfüllt.

Sie kauften sich mit dem Teil eines 100.000 Euro Kredites ein knapp 50.000 qm großes Grundstück in Pangani am Indischen Ozean. Mit dem Verdienst durch zwischenzeitliche Jobs in Deutschland konnten sie bereits ein kleines Backpackerhotel mit Restaurant, Beachbar, Tauch- und Surfstation aufbauen welches nun ausgebaut werden soll. Ihre Gäste schlafen zurzeit für 45 Euro am Tag noch in Hauszelten, geplant sind drei Bungalows mit eigenem Bad bis Ende des Jahres fertig zu stellen.

Aktuell haben die beiden 16 Angestellte für den Sportbereich und zum Betrieb des Anwesens. Das klingt viel, ist aber bei Tageslöhnen von einem Euro in Tansania - einem der ärmsten Länder der Welt - bezahlbar. Der Strom für die Haushaltsgeräte und Beleuchtung kommt von einem Diesel-Generator der allerdings aus Kostengründen nur ein paar Stunden am Tag betrieben wird. Auf den Anschluß an das örtliche Stromnetz warten die beiden bereits seit vier Jahren!

Um die Anlage nachts zu beschützen, haben Sonja und Alexander Massai als “Nachtwächter” angestellt. Diese sollen gegen Wildschweine und Strandkrabben vorgehen damit diese den Gästen nicht zu nahe kommen.

Fazit:
Die beiden werden mit ihrer positiven Grundeinstellung und der Spaß an der Arbeit überall auf der Welt erfolgreich sein. Dazu noch eine harmonische Beziehung als Basis in schweren Zeiten - fertig sind die perfekten Auswanderer. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 1%.

Jutta und Horst Appelius auf Mallorca

Nach bereits drei Monaten reist Horst Appelius, der vierte Eheman von Jutta Appelius, wieder zurück nach Deutschland. Damit sind die 6-jährige Ehe und der Traum vom gemeinsamen Glück auf Mallorca zu Ende. Horst (50) zieht zuerst wieder in das Haus seiner Mutter in Langwedel bei Bremen. Trotz dieses vermeintlichen Rückschlags ist er guter Dinge und freut sich auf Freunde und Familie.

Noch-Gattin Jutta (50) stürzt sich in die Arbeit als Immobilien-Maklerin und muss schließlich doch die schöne Finca mit Pool aufgeben die sie mit Horst bewohnt hatte. Die 1.600 Euro Miete im Monat waren für sie allein einfach zu viel. Sie zieht in eine neue Finca für 700 Euro im Monat, nimmt einen Herrenlosen Hund auf und schaut laut eigener Aussage positiv in die Zukunft.

Fazit:
Horst ist sicher nicht ohne Grund der bereits vierte Ehemann von Jutta und bei seiner Mutter im Keller wahrscheinlich noch besser aufgehoben. Rückkehrwahrscheinlichkeit Jutta: 40%.

Familie Reimann in Texas

Große Party am Mosslake in Texas bei Familie Reimann! Gefeiert wird der Highschoolabschluss der 19-Jährigen Janina. Nach den Sommerferien wird sie aufs College gehen. Für ihre Tochter dekoriert die stolze Mutter Manuela die Hafenkneipe und einige Freunde legen weite Strecken zurück um zu gratulieren. In Deutschland wäre das sicher ein Grund sich mal gepflegt die Kante zu geben, jedoch ist dies aufgrund der Gesetze in den USA erst ab 21 offiziell erlaubt.

Konny ist derweil in seinem Element und probiert verschiedenste Wasserski-Alternativen mit Surfbrettern und Kanus auf dem hauseigenen See aus.

Fazit:
Die Reimanns so wie wir sie kennen und lieben. Wer positiv denkt und gerne und viel arbeitet kann so sein Glück im Ausland finden. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 0%.

Familie Anderer-Burhenne

In Tönsberg, Norwegen steht der 42-jährige Thorsten Burhenne vor einer Bewährungsprobe: sein erster Arbeitstag in der neuen Firma steht an. Hier hatte sich der Elektroinstallateur auf eigene Faust beworben und schneller als erwartet eine feste Stelle gefunden - für Thorsten Burhenne ein Glücksfall. In Deutschland war er oft genug Opfer von Sanierungsmaßnahmen und Firmenpleiten. Mit der Zusage des neuen Chefs stand deshalb für ihn fest: Seine Zukunft heißt Norwegen.

Deutsche Facharbeiter wie Thorsten Burhenne sind heiß begehrt im Land der Fjorde. Er verdient mit 22 Euro pro Stunde mehr als das Doppelte im Vergleich zu Deutschland. Da er bereits etwas Norwegisch spricht findet er schnell in den neuen Job und hat viel Spaß an der neuen Arbeit.

Damit wird sich nicht nur für ihn, sondern auch für seine Frau Anne Anderer-Burhenne das Leben entscheidend ändern: Während ihr Mann ein neues Zuhause in Norwegen sucht, heißt es für die Altenpflegerin: Ausmisten, wegwerfen, kündigen, Koffer packen, Abschied nehmen. Vor allem für ihren Sohn Marvin (14), der unter Konzentrationsproblemen leidet, wünscht sie sich ein besseres Leben. Drei Kinder aus erster Ehe und die Enkelkinder bleiben in Deutschland. In Norwegen hat Anne noch keinen Job.

Ein Problem gibt es bereits gleich zu Beginn: Miete, Kaution, Papiere und der Umzug brauchen die gesamten Ersparnisse auf.

Fazit:
Er hat einen Job mit dem er glücklich ist, sie wird zuerst einmal arbeitslos sein. Das ist schon in der Heimat schwer, im Ausland wird es umso schwieriger. Ohne Sozialkontakte die man zu Beginn fast immer über die Arbeit findet wird der Anfang für Anne sicher zur Bewährungsprobe. Rückkehrwahrscheinlichkeit: 30%.

bisher 12 Kommentare 16. Oktober 2007

Vorschau “Goodbye Deutschland!” am 09.10.07

Goodbye Deutschland - Die Auswanderer. Folge 38/II.
Donnerstag, 11. Oktober 2007, 20.15 Uhr auf VOX

Seit sechs Jahren lebt die Berliner Familie Jacobi in der Hartz IV-Falle. Fast 1.000 Bewerbungen hat Vater Thomas ins In- und Ausland verschickt. Nachdem die Familie vor einem halben Jahr auch noch Zuwachs bekommen hat, reicht das Geld für die mittlerweile fünfköpfige Familie kaum noch zum Leben. Umso mehr freut sich auch seine Frau Sabrina, als eine Schweizer Umzugsfirma ihrem Mann ein Jobangebot machte. Nach einigen Tagen Probe arbeiten war klar, dass die Jacobis diese Chance wahrnehmen werden.

Mit Hab und Gut geht es mit dem Auto in die Nähe von Zürich.
Im kleinen Örtchen Turbenthal will sich die Familie niederlassen. Für Tochter Charlene ist es noch unvorstellbar, alle ihre Freunde zurück zu lassen. Auch Mutter Sabrina hat keine Ahnung, was sie erwartet. Die Schweiz kennt sie bisher nur von Bildern. Im strömenden Regen erreicht Familie Jacobi ihre neue Heimat, doch die Drogerie, in der sie den Schlüssel ihrer Wohnung abholen sollen, ist bereits geschlossen…

Endlich wieder bei “Goodbye Deutschland!”: Familie Reimann.
Seit mehr als drei Jahren ein echter Texaner, ist der Hamburger Konny Reimann durchs Fernsehen so bekannt geworden, dass er sein Grundstück gegen unerwünschten Besuch abriegelt. Ehefrau Manuela und Tochter Janina bereiten sich mit Feuereifer auf den amerikanischen High-School-Traum vor: die Graduation - und haben dafür die Reimannsche Haushaltskasse geplündert…

Angst vor Jobverlust
Da Thorsten fürchtete, in Deutschland bald arbeitslos zu werden, hat er sich in seinem Lieblingsland Norwegen auf Jobsuche gemacht. Bereits nach wenigen Wochen war er erfolgreich und wird nun in den nächsten Tagen als Elektroinstallateur beginnen. Doch der 42-Jährige muss sein Leben in Tönsberg erst einmal alleine meistern. Seine Frau Anne und deren 14-jähriger Sohn Marvin bereiten in der alten Heimat Klein-Offenseth-Sparrieshoop den großen Umzug vor. Für die gelernte Altenpflegerin ist es nicht leicht, Deutschland zu verlassen, denn sie lässt hier drei Kinder aus erster Ehe zurück. Nur ihr jüngster Sohn Marvin wird sie nach Norwegen begleiten. Doch bis es soweit ist, fliegt sie für ein Wochenende zu ihrem Mann Thorsten nach Tönsberg, um gemeinsam mit ihm nach einem Haus zu suchen. Denn bis zum eigentlichen Umzug soll alles vorbereitet sein.

Kindheitstraum erfüllt
Die 31-jährige Sonja Körfer und der 38-jährige Alexander Berg aus Köln erfüllen sich ihren Kindheitstraum. Sie eröffnen in Tansania ein Sport- und Beach-Ressort. Sonja wollte schon immer im Ausland leben und ihr eigenes Hotel leiten. Alexander wünschte sich schon früh, mit Sport seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Bereits 2003 kauften die Reisekauffrau und der Diplomsportler ein knapp 50.000 Quadratmeter großes Grundstück in Pangani am Indischen Ozean. Mit dem Verdienst durch Promotionjobs, für die Sonja und Alexander jeweils die Hälfte des Jahres in Deutschland verbrachten, konnten sie bereits ein kleines Backpacker-Hotel mit Restaurant, Beachbar, Tauch- und Surfstation aufbauen. Dieses soll nun ausgebaut werden. Ihre Gäste schlafen zurzeit noch in Hauszelten. Geplant sind, drei Bungalows mit eigenem Bad bis Ende des Jahres fertig zu stellen. Das für den Ausbau benötigte Geld verdient Alexander seit diesem Jahr durch die Arbeit als Reiseleiter in Tansania. Grund genug für beide, den endgültigen Schritt zu wagen und Deutschland den Rücken zu kehren. Dann wird sich zeigen, ob sie allein durch den Gästebetrieb ihren Lebensunterhalt bestreiten können.

Quelle: vox.de

bisher 3 Kommentare 09. Oktober 2007




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